Benachrichtigungsberichte
Chute überwacht Verbindungsqualität, Proxy-Verfügbarkeit, Verkehrsmuster und Konfigurationszustand. Wenn eine signifikante Anomalie erkannt wird, kann die Chute-App eine Systembenachrichtigung anzeigen, um Sie zu alarmieren.
Eine einzelne Zeitüberschreitung oder ein nicht erreichbarer Knoten löst keine Benachrichtigung aus — nur anhaltende oder großflächige Muster tun dies.
Ereignistypen
| Ereignis | Bedeutung |
|---|---|
| Massenverbindungsfehler | Eine große Anzahl von Verbindungen schlägt auf die gleiche Weise fehl (z.B. alle mit Zeitüberschreitung). |
| Dienst nicht verfügbar | Ein bestimmter Proxy-Knoten schließt weiterhin Verbindungen, ohne Daten zurückzugeben — der Knoten ist wahrscheinlich ausgefallen. |
| Verkehrsspitze | Anhaltender Verkehr mit hoher Bandbreite (Upload oder Download), deutlich über dem aktuellen Durchschnitt. Sofortige Spitzen werden ignoriert. |
| Konfigurations-Auto-Update fehlgeschlagen | Die automatische Aktualisierung der verwalteten Konfiguration ist wiederholt fehlgeschlagen (Download- oder Parse-Fehler). |
| Richtliniengruppenwechsel | Eine Richtliniengruppe (Fallback / URL-Test / Load Balance / SSID) hat automatisch zu einem anderen Proxy gewechselt. Wenn eine Gruppe schnell oszilliert, wird eine einzelne "Flapping"-Meldung anstelle einer pro Wechsel angezeigt. |
| Egress-IP-Änderung | Die für die Verbindung beobachtete öffentliche Egress-IP-Adresse hat sich geändert. |
| Tailscale-DERP-Home-Änderung | Die Tailscale-Engine ist zu einer anderen Home-DERP-Relay-Region gewechselt. |
| Tailscale-Diagnose | Tailscale-Ereignisse wie Exit-Node-Probleme oder Auth-Key-Fehler. |
Schwellenwerte
Das Berichtssystem ist standardmäßig aktiviert. Die Schwellenwerte sind integriert und nicht über die Konfigurationsdatei konfigurierbar. Die Referenzwerte sind:
| Schwellenwert | Wert | Einheit | Beschreibung |
|---|---|---|---|
| Massenfehler-Schwellenwert | 20 | Anzahl | Mindestanzahl an Fehlern im Fenster, um einen Massenverbindungsfehler-Alarm auszulösen |
| Massenfehler-Rate | 0,3 | Verhältnis (0–1) | Mindestfehlerrate (Fehler / Gesamt) für TCP-Verbindungen |
| Massenfehler-Fenster | 60 | Sekunden | Zeitfenster zum Zählen von Massenfehlern |
| Dienst-nicht-verfügbar-Anzahl | 3 | Anzahl | Fehler auf einem einzelnen Knoten, bevor ein Dienst-nicht-verfügbar-Alarm ausgelöst wird |
| Dienst-nicht-verfügbar-Fenster | 300 | Sekunden | Zeitfenster zum Zählen von Knotenfehlern |
| Verkehrsspitzen-Multiplikator | 5,0 | Verhältnis | Die aktuelle Rate muss den 5-Minuten-Durchschnitt um dieses Vielfache überschreiten |
| Verkehrsspitzen-Dauer | 60 | Sekunden | Wie lange die Spitze anhalten muss, bevor alarmiert wird |
| Richtlinien-Flapping-Fenster | 60 | Sekunden | Zeitfenster zur Erkennung von Richtliniengruppen-Oszillation |
| Richtlinien-Flapping-Schwellenwert | 3 | Anzahl | Wechsel innerhalb des Fensters, die einen Flapping-Alarm auslösen |
| Abkühlintervall | 120 | Sekunden | Mindestintervall zwischen aufeinanderfolgenden Alarmen desselben Typs |
| Konfigurationsfehler-Anzahl | 2 | Anzahl | Aufeinanderfolgende Aktualisierungsfehler (bei jedem Erfolg zurückgesetzt), bevor ein Konfigurations-Aktualisierungsfehler-Alarm ausgelöst wird — es gibt kein Zeitfenster |
Wie Alarme gedrosselt werden
Um Benachrichtigungs-Spam zu vermeiden, wendet Chute mehrere Schutzmaßnahmen an:
- Abkühlung: Derselbe Alarmtyp wird nicht öfter als einmal pro Abkühlintervall (120 Sekunden) ausgelöst.
- Massenunterdrückung: Wenn ein Massenverbindungsfehler-Alarm ausgelöst wird, werden einzelne Dienst-nicht-verfügbar-Alarme unterdrückt — der Massenalarm deckt das Problem bereits ab.
- Anti-Flapping: Wenn eine Richtliniengruppe schnell hin- und herwechselt (3 oder mehr Mal innerhalb von 60 Sekunden), wird eine einzelne "Flapping"-Meldung anstelle einer pro Wechsel angezeigt.
- Schonfrist: Dienst-nicht-verfügbar-Alarme werden für 60 Sekunden nach dem Start der Engine oder dem Neuladen einer Konfiguration unterdrückt, um Fehlalarme durch Verbindungsfluktuation beim Start zu vermeiden.
- Netzwerkwechsel-Zurücksetzung: Alle internen Zähler werden zurückgesetzt, wenn sich das Netzwerk ändert (Wi-Fi ↔ Mobilfunk) oder die Konfiguration neu geladen wird, um zu verhindern, dass veraltete Daten Fehlalarme auslösen.